Ausgangslage
Vierzig Menschen, die jeden Sprint im Krisenmodus beendeten. Die Backlogs voll, die Retros ritualisiert, der CTO genervt. Auf dem Papier: Scrum. In der Realität: heroische Überstunden und schweigende Stand-ups.
Was wir gemacht haben
Erste zwei Wochen: zuhören. Drei Squad-Retros begleitet, Daily Standups beobachtet, Backlog gelesen. Kein Eingriff, viele Notizen.
Dann: drei kleine, harte Schritte. Erstens — WIP-Limit, das wirklich gilt. Zweitens — Sprint-Goal, das nicht aus zwölf Items besteht. Drittens — eine Retro-Frage statt einer Methode: "Was wollten wir vor zwei Wochen erreichen, das nicht passiert ist?"
Was sich verändert hat
Nach drei Sprints: Stand-ups dauerten 12 statt 28 Minuten. Nach sechs: das Team hatte zum ersten Mal seit zwei Jahren einen Sprint sauber abgeschlossen. Nach neun Monaten: vorhersagbare Releases, weniger Überstunden, eine Retro-Kultur, die man nicht mehr moderieren musste.