Wie ich hierher gekommen bin.
Vor zwölf Jahren saß ich in meinem ersten Daily Standup als Scrum Master. Ich hatte das Buch gelesen, das Zertifikat in der Tasche und einen Plan. Nach drei Wochen merkte ich: Der Plan war nicht das Problem. Das Zuhören war das Problem.
Seitdem versuche ich, weniger zu reden und mehr zu fragen. Ich habe Teams begleitet, die lieferfähig waren, aber ausgebrannt. Führungskräfte, die alles wussten, aber niemandem vertrauten. Organisationen, die agil sein wollten, aber ihre Hierarchie heilig hielten.
Was ich dabei gelernt habe: Methoden sind Werkzeuge, keine Religionen. Scrum funktioniert, wenn man ihn ernst nimmt. Kanban funktioniert, wenn man ehrlich ist. Und Coaching funktioniert nur, wenn der Coach irgendwann wieder geht.
Heute arbeite ich solo, weil das zu mir passt. Mit einer Handvoll Kundschaft gleichzeitig — nicht mit zwanzig. Lieber tief als breit. Und immer mit einem klaren Ende im Blick.